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Produktsicherheit bei Lebensmitteln
- International
Food Standard - HACCP- |
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Deutsche Lebensmittel haben im
internationalen Vergleich einen sehr hohen Standard und ein hohes Ansehen.
Dass Verbraucher trotzdem eine unverändert hohe Sensibilität und eine
leichte Beeinflussbarkeit zeigen, verdeutlichten in der jüngsten
Vergangenheit die Diskussionen um Gen-Food, Acrylamid und verbriefte Produktsicherheit in
Form eines international anerkannten Zertifikats steht daher im Interesse
vieler Unternehmen der Lebensmittelindustrie, eine Forderung, die zur Zeit
durch die gesetzlichen Vorgaben nicht ausgefüllt werden kann.
Durch die großen Handelsketten
vorangetrieben hat sich der International Food
Standard (IFS in der aktuellen Version 4) fest etabliert und
findet, obwohl ursprünglich nur für die Hersteller von Eigenmarken des
Handels gedacht, zunehmende Verbreitung, Dieser Standard ist international
anerkannt, auditierbar und zertifizierbar |
Auf einen Blick |
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| Struktur
des International Food Standards (IFS Version 4) |
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Wie andere Fachnormen orientiert sich auch der IFS an der grundsätzlichen
Gliederung in
- Management und Organisation des Systems (in Anlehnung an ISO 9000)
- Fachspezifische Anforderungen
Der grundsätzliche Aufbau besteht aus folgenden vier Teilen:
- Teil 1: Leistungsprotokoll
Im Teil 1 werden die Grundsätze des Standards erläutert, seine
Zielsetzung und seine Umsetzung. Es wird dargestellt, welche Unternehmen
in welchen Abständen sich einer Überprüfung stellen sollten.
- Teil 2: Anforderungskatalog
Der Anforderungskatalog des Teils 2 enthält die
Detailanforderungen des Standards, die von den Unternehmen umzusetzen
sind.
IFS unterscheidet drei
Level, die jeweils einzeln zertifiziert werden können:
- Basic Level
- Gehobenes Niveau (Higher Level)
- Empfehlungen für nachahmenswerte Praktiken (Recommendations)
- Teil 3: Anforderungen an die Auditorganisation und an die Auditoren
- Teil 4: Bericht
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| Forderungen
des IFS (Version 4) |
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Die Forderungen selbst sind in fünf Kapiteln
dargelegt:
- Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem
- Verantwortlichkeiten des Managements
- Ressourcenmanagement
- Herstellungsprozess
- Messung, Analysen, Verbesserungen
1. Anforderungen an das
Qualitätsmanagementsystem
Hier werden Prinzipien verfolgt, die auch den bekannten Normen des QM
(ISO
9001), des Umweltmanagements
(ISO
14001) und des Arbeitsschutzes
(OHSAS
18001) zugrunde liegen und daher die Basis für die Integration
solcher Systeme mit dem IFS bilden:
- Klare, schriftlich dokumentierte Verantwortlichkeiten
- Normgerechte Dokumentation
- Urssachenanalyse bei Abweichungen
Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht ein
systematischer und umfassender HACCP – Plan
(Hazard Analysis Critical Control Points), d.h. ein HACCP – System wird vom IFS definitiv
gefordert. Beschrieben werden die im Unternehmen verfolgten Grundsätze zur Produktsicherheit in einem Qualitätshandbuch.
2. Verantwortlichkeiten des Managements
Die Geschäftspolitik,
die Strategie
und die konkreten Ziele
müssen die Forderungen des IFS widerspiegeln, Ressourcen
bereitgestellt werden und sichergestellt werden, dass gesetzliche
Forderungen eingehalten werden. Eine regelmäßige Überprüfung und Erfolgskontrolle müssen
integraler Bestandteil des Systems sein.
3. Ressourcenmanagement
Das Ressourcenmanagement umfasst die
Bedarfsermittlung und die Bereitstellung sowohl der personellen
Ressourcen als auch der technischen Ressourcen.
Im Bereich Personal geht es sowohl um die Aspekte der Hygiene,
von der Schutzbekleidung bis zur persönlichen Hygiene, als auch um medizinische
Kontrolluntersuchungen und die ständige Aus- und
Weiterbildung der Mitarbeiter.
Infrastruktur und Arbeitsumfeld
müssen angemessen sein und die Produktsicherheit wirkungsvoll unterstützen.
4. Herstellprozess
Basierend auf einer systematischen Vertragsprüfung
beginnen die Vorgaben für den Herstellprozess mit den Spezifikationen für
die eingesetzten Roh- und Halbfabrikate und der Risikoanalyse
im Zusammenhang mit der Produktentwicklung.
Die Risikoanalyse muss nachweislich im Sinne von HACCP
durchgeführt werden. Hierzu gehören nicht die Auflistung und Lenkung
der Critical
Control Points (CCP sondern auch eine umfassende
Gefahrenanalyse. Weitere Abschnitte im Kapitel Herstellprozess befassen sich mit
dem Einkaufsprozess, der Lieferantenbewertung, der Logistik und nicht
zuletzt auch den Standards für die Betriebsumgebung.
5. Messung, Analysen, Verbesserungen
Aus Gründen der Produktsicherheit
steht die Überwachung des Produktes selbst im Vordergrund. Neben der
Erzeugnisanalyse, dem Aufspüren von Kontamination und der
Erzeugnisfreigabe enthält dieses Kapitel auch die übergeordneten
Verfahren wie interne Audits und Verfahren zur Prozesssteuerung. Neben
der unmittelbaren Korrektur von Fehlern sollen auch Lerneffekte und
nachhaltige Korrekturmaßnahmen vom Hersteller beherrscht werden.
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